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Was kostet eine Porsche-Getriebe-Revision?

RatgeberAus der Werkstatt

Was kostet eine Porsche-Getriebe-Revision?

Die ehrliche Antwort lautet: zwischen rund 1.400 € und 15.000 € netto. Diese Spanne ist kein Ausweichen — sie hat handfeste Gründe, und dieser Text erklärt, welche.

Warum die Spanne so groß ist

Ein klassisches Porsche-Getriebe ist kein Bauteil mit festem Preis, sondern ein Einzelfall. Zwei Getriebe desselben Typs, beide fünfzig Jahre alt, können sich im Aufwand um den Faktor zehn unterscheiden.

Am unteren Ende steht ein Getriebe, das gelaufen ist, aber gepflegt wurde: Synchronringe, Lager, Wellendichtringe und Kleinteile sind fällig, die Gangräder sind brauchbar, der Triebsatz trägt sauber. Solche Arbeiten liegen bei rund 1.400 € netto.

Am oberen Ende steht ein Getriebe, bei dem tragende Teile ersetzt werden müssen, die es seit Jahrzehnten nicht mehr zu kaufen gibt. Dann fertigen wir sie neu — Gangräder, Wellen, Achsstümpfe, ganze Triebsätze. Dort liegt die Grenze bei etwa 15.000 € netto.

Renngetriebe sind ein eigener Fall. Ein Getriebe für den RSR beginnt bei etwa 20.000 € netto und ist nach oben offen, weil dort fast jedes Teil eine Sonderanfertigung ist.

Alle Beträge verstehen sich netto, also zuzüglich Mehrwertsteuer. Für Privatkunden sind das rund 1.670 € bis 17.850 € brutto, beim Renngetriebe ab etwa 23.800 € brutto.

Was den Preis bestimmt

  • Zustand der Gangräder
    Verschlissene Verzahnungen sind der größte einzelne Kostenblock. Sind sie brauchbar, bleibt es günstig.
  • Lieferbarkeit der Teile
    Was es noch zu kaufen gibt, ist billiger als das, was wir nach Muster neu fertigen.
  • Gehäuse
    Ausgeschlagene Lagersitze lassen sich nacharbeiten, beschichtete Übermaßlager einsetzen oder neue Lageraufnahmen einschrumpfen — jede Stufe kostet mehr.
  • Sonderwünsche
    Eine Lamellensperre, eine andere Übersetzung oder die Spritzölkühlung sind Zusatzleistungen, keine Reparatur.
  • Vorreparaturen
    Ein Getriebe, an dem schon jemand war, kostet oft mehr als eines im Originalzustand — vor allem, wenn der Triebsatz falsch eingemessen wurde.

Wie Sie zu einem verbindlichen Preis kommen

Ein seriöser Festpreis ist erst nach der Zerlegung möglich. Deshalb läuft es bei uns in dieser Reihenfolge:

  1. Getriebe einschicken — wie das abläuft, steht auf der Seite Getriebe einschicken.
  2. Zerlegen und vermessen — jedes Teil wird gereinigt, geprüft und vermessen.
  3. Verbindliches Angebot — Sie bekommen eine Aufstellung dessen, was wirklich nötig ist, und entscheiden, wie weit die Instandsetzung gehen soll.
  4. Erst nach Ihrer Zustimmung beginnt die Arbeit.

Sie zahlen also nicht ins Blaue hinein. Und Sie bekommen alle getauschten Altteile zurück, dazu eine Foto-Dokumentation der Arbeiten.

Lohnt sich die Revision überhaupt?

Bei einem klassischen Porsche fast immer. Ein sauber überholtes Getriebe hält wieder Jahrzehnte, und ein Fahrzeug mit dokumentierter Getriebeüberholung ist im Wiederverkauf mehr wert als eines mit unklarer Historie. Der Vergleichswert ist selten ein neues Getriebe — das gibt es für diese Typen nicht mehr —, sondern ein gebrauchtes mit unbekanntem Innenleben.

Wenn Sie unsicher sind, ob sich der Aufwand lohnt: Schicken Sie das Getriebe zur Begutachtung ein. Nach der Zerlegung wissen Sie, woran Sie sind.

Häufige Fragen

01 Was kostet eine Porsche-Getriebe-Revision?

Die Spanne reicht von rund 1.400 € bis 15.000 € netto. Ein Getriebe, bei dem Synchronringe und Lager fällig sind, liegt am unteren Ende. Sind Gangräder, Wellen oder der Triebsatz beschädigt und müssen neu gefertigt werden, geht es nach oben. Renngetriebe für den RSR beginnen bei etwa 20.000 € netto und sind nach oben offen.

02 Warum nennen Sie keinen Festpreis vorab?

Weil sich der Zustand von Lagern, Gangrädern und Triebsatz vor der Zerlegung nicht beurteilen lässt. Jede Zahl, die vor dem Öffnen genannt wird, ist geraten. Wir zerlegen zuerst, vermessen jedes Teil und legen Ihnen dann ein verbindliches Angebot vor — erst wenn Sie zustimmen, beginnt die Arbeit.

03 Was treibt den Preis nach oben?

Vor allem Teile, die es nicht mehr zu kaufen gibt und die wir neu fertigen müssen — Gangräder, Wellen, Achsstümpfe, Triebsätze. Dazu Sonderwünsche wie eine Lamellensperre, eine geänderte Übersetzung oder die Spritzölkühlung. Ein Getriebe, das nur die üblichen Verschleißteile braucht, bleibt im unteren Bereich.

04 Sind das Netto- oder Bruttopreise?

Alle genannten Beträge sind Nettopreise, also zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Für Privatkunden kommen 19 Prozent hinzu — aus 1.400 € netto werden 1.666 € brutto, aus 15.000 € netto 17.850 € brutto. Auf der Rechnung ist die Umsatzsteuer immer gesondert ausgewiesen.

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Was liegt bei Ihnen auf der Werkbank?

Getriebetyp und ein paar Zeilen zum Anliegen — mehr braucht es für eine erste Einschätzung nicht. Ein Foto hilft, ist aber kein Muss. Antwort kommt vom Fachmann, nicht vom Vertrieb.

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Antwort in der Regel binnen 24 Stunden — vom Geschäftsführer persönlich, kein Ticketsystem, kein Callcenter. Auf Wunsch rufen wir zurück.

oder direkt: 06628 9159093 · info@antriebstechnik-schmidt.de

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