Das Konzept

Die Lamellensperre arbeitet nach dem bewährten ZF-Prinzip: Druckringe mit definierten Rampenwinkeln pressen ein Lamellenpaket zusammen, sobald Antriebsmoment anliegt. Das Ergebnis ist eine reproduzierbare, wartbare Sperrwirkung – ohne Elektronik, ohne Sonderöle, ohne Überraschungen.
Konfigurierbar sind:
Sperrwert von 25 bis 75 %
Passend zu Einsatzzweck und Fahrstil. Niedrige Werte bleiben auf der Straße gutmütig, hohe Werte bringen auf Schotter und beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven Traktion, machen das Fahrzeug aber schiebender im Einlenken. Wir empfehlen den Wert anhand Ihres Einsatzes, nicht nach Katalog.Getrennte Rampenwinkel für Zug und Schub
Damit lässt sich das Verhalten beim Beschleunigen unabhängig vom Verhalten beim Lastwechsel abstimmen. Eine kräftige Zugseite bei zurückhaltender Schubseite ist die übliche Auslegung für Rundstrecke – im Rallyeeinsatz sieht sie oft anders aus.Vorspannung nach Vorgabe oder Empfehlung
Die Vorspannung bestimmt, wie viel Sperrwirkung schon ohne anliegendes Drehmoment vorhanden ist. Sie sorgt für ruhiges Verhalten im Grenzbereich, kostet aber etwas Handlichkeit beim Rangieren.Reibbeläge der Innenlamellen
In verschiedenen Ausführungen, je nach gewünschter Charakteristik und Standzeit. Die Belagwahl entscheidet mit darüber, wie gleichmäßig die Sperre über eine Renndistanz arbeitet und in welchem Intervall sie revidiert werden muss.
Material und Qualität

Alle tragenden Teile entstehen aus hochwertigem CrMo-Stahl, gewichtsoptimiert konstruiert und auf unseren eigenen Maschinen gefertigt. Die Innenteile – Druckringe, Kegelräder, Lamellen und Wellen – sind ZF-kompatibel. Das heißt für Sie: Auch eine vorhandene originale ZF-Sperre können wir mit unseren Teilen instand setzen.
Die Sperre ist im Wettbewerb erprobt – Rallye, Rundstrecke, Bergrennen und historische Veranstaltungen wie die Histo Monte – und für den Aufbau homologierter historischer Renngetriebe geeignet.
Ab Lager lieferbar
Für elf Getriebetypen — 901, 904, 906, 907, 908, 910, 911, 912, 914, 915 und 917 — liegen Lamellen-Sperren als Repro fertig am Lager, in Aufbau und Anschlussmaßen dem Porsche-Original nachempfunden. Für 930 und 935 führen wir Sperrdifferential und Achsflansche.
Sperrdifferential nachrüsten

Die meisten klassischen Porsche verließen das Werk ohne Sperre — nachrüsten lässt sie sich bei fast allen Typen, und zwar ohne Eingriff in die Substanz: Unsere Lamellensperre ist als 1:1-Tausch gegen das Seriendifferential ausgelegt. Originale Lager und Wellendichtringe werden weiterverwendet, das Getriebe bleibt rückrüstbar.
So läuft die Nachrüstung ab:
Passende Sperre wählen
Für elf Getriebetypen — 901, 904, 906, 907, 908, 910, 911, 912, 914, 915 und 917 — liegt die Lamellensperre fertig am Lager. Für 930 und 935 führen wir Sperrdifferential und Achsflansche.Sperrwert festlegen
25 bis 75 %, abgestimmt auf Einsatz und Fahrstil — wir empfehlen den Wert anhand Ihres Einsatzes, nicht nach Katalog.Einbau und Einmessen
Auf Wunsch bauen wir die Sperre in Ihr Getriebe ein und messen den Hypoidantrieb neu ein — Fertigung und Einbau in einer Hand.
Das Lamellensperrdifferential — oft auch getrennt als Lamellen-Sperre oder Lamellen-Sperrdifferential geschrieben — ist dabei die im historischen Motorsport übliche Bauart: mechanisch, reproduzierbar, wartbar.
Service für vorhandene Sperren
Sie müssen keine neue Sperre kaufen, um von unserer Arbeit zu profitieren:
Generalüberholung Ihrer vorhandenen Lamellensperre
Zerlegen, vermessen, verschlissene Lamellen und Druckringe ersetzen, neu einstellen. Weil alle Innenteile bei uns einzeln verfügbar sind, ist die Revision planbar und deutlich günstiger als ein Neukauf.Umbau auf ein anderes Setup
Anderer Sperrwert, andere Rampenwinkel oder geänderte Vorspannung. Wer die Fahrzeugnutzung ändert – von der Straße auf die Rundstrecke, von Rundstrecke auf Berg – braucht selten ein neues Differential, sondern eine andere Abstimmung.Ersatzteile für alle verbauten Komponenten
Lamellen, Druckringe, Kegelräder und Wellen sind einzeln lieferbar. Das macht die Wartung kalkulierbar – gerade im Rennbetrieb, wo Verschleiß planbar ist und Termine nicht warten.Wartungs- und Einstellarbeiten inklusive Einbau
Auf Wunsch bauen wir die Sperre in Ihr Getriebe oder Differential ein und messen den Triebsatz neu ein. Damit liegen Fertigung und Einbau in einer Hand – bei Rückfragen zeigt niemand auf den anderen.
Stahl-Differential für den 356

Für das 356-Getriebe fertigen wir ein Stahl-Differential mit 12-Loch-Anbindung des Tellerrads – die belastbare Basis für leistungsgesteigerte 356 mit 110 bis 150 PS. Zusammen mit Triebsatz 7:31, verstärkten Antriebswellen und langem 4. Gang gibt es das Differential auch im 356-Komplettpaket.
Einzelanfertigung
Für Fahrzeuge außerhalb des Standardprogramms fertigen wir Lamellensperren als Unikat – nach Zeichnung, Muster oder eingesandter Vorlage. Von der Aufnahme der Maße bis zum einbaufertigen Differential bleibt alles in einer Hand.